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Starker Auftritt von Phil Janitz bei der U18-EM in Rieti/Italien

  • DA Presse
  • vor 3 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Die 5. Leichtathletik-U18-Europameisterschaft fand vom 16. bis zum 19. Juli 2026 in der Italienischen Stadt Rieti statt. Weitspringer Phil Janitz von Düsseldorf Athletics musste die Landeshauptstadt allein vertreten, doch dies tat er auch mit einem starken Auftritt. Zunächst ging es für ihn am 17. Juli im Stadio Raul Guidobaldi in den Qualifikationswettkampf, einen Tag später kam dann das Finale.


Der Qualifikationswettkampf hatte es bereits in sich, denn jedem Athleten standen nur drei Versuche zu und Phil kam nicht gut in den Wettkampf hinein. Doch im dritten Durchgang kam die Erlösung und Phil steigerte sich auf 7,23m. Damit belegte er Rang zehn und qualifizierte sich für das Finale am nächsten Tag.


"Ich wollte eigentlich im ersten Versuch direkt großes Q springen und dachte nach dem Sprung erst mal: Scheiße", berichtete Phil Janitz. Für die direkte Qualifikation wären 7,35 Meter gefordert gewesen. "Der zweite war dann besser, aber immer noch richtig weit vom Brett weg. Ich bin ein bisschen weiter nach vorne gegangen und beim Anlauf ein bisschen schneller rangegangen. Zum Glück habe ich da das Brett getroffen. Diese 15 Minuten nach meinem letzten Sprung waren die schlimmsten im ganzen Monat. Mich hätten so viele noch verdrängen können."



Und der 18. Juli 2026 war der beste Zeitpunkt, den besten Wettkampf seiner bisherigen Karriere zu machen. Das erste EM-Finale für den Nachwuchsathleten von Düsseldorf Athletics! Und genau das ist dem Schützling von Trainer Ralf Jaros, der selbst in Rieti vor Ort war, gelungen. Der 16-Jährige kratzte bereits im dritten Durchgang mit 7,49 Metern an seiner Bestmarke, die seit seinem Deutschen Meistertitel zwei Wochen zuvor bei 7,50 Metern steht. Auf zwei ungültige Sprünge folgte in Runde sechs noch einmal ein Kracher: 7,63m! Die neue Bestweite kassierte zwar der Rückenwind von +2,5m/s ein, doch für den Wettkampf zählt das Resultat. Und diese Weite bedeutete den 4. Platz im internationalen Starterfeld. Der Tscheche Otakar Vich dürfte nach dem Sprung von Phil noch einmal ordentlich Herzklopfen gehabt haben. Er blieb aber dann mit nur einem Zentimeter Vorsprung (7,64m) auf dem Bronzerang.


Trainer Ralf Jaros war fast sprachlos über die Leistung seines Athleten und auch über den Wettkampf: "Diese Weite von Phil hätte in den vorangegangenen Europameisterschaften fast immer zu Gold gereicht, in diesem Wettkampf gab es fünf nationale Rekorde, ein außergewöhnlich hohes Niveau, und Phil war mittendrin, bis zuletzt, er kann stolz auf sich sein!" Auch der noch amtierende Deutsche Dreisprungrekordhalter kann stolz auf sich sein, denn er brachte Phil topfit zum Höhepunkt des Jahres und betreute ihn erfolgreich bei seinem bisher besten Wettkampf.


Fotos: Iris Hensel

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